Anuloma Viloma
Die Wechselatmung
Ein- und Ausatmung wechseln zwischen den Nasenseiten. Das gleicht aus und bringt beide Seiten ins Gleichgewicht.
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Die Atemlenkung im Yoga
Pranayama (prāṇāyāma · प्राणायाम) ist die bewusste Lenkung des Atems: Einatmung, Ausatmung und die Pausen dazwischen werden geführt und allmählich geweitet. Auf dieser Seite lernst du Wortbedeutung und Herkunft kennen, dazu die vier geführten Atemübungen, die dich in der VYC Sahitya App begleiten.
Die Bedeutung
Das Sanskrit-Wort Prāṇāyāma (प्राणायाम) verbindet prāṇa, den Lebensatem, mit āyāma, das „Ausdehnung, Erweiterung“ bedeutet. Gemeint ist also weniger ein Beherrschen des Atems als seine Weitung und Lenkung.
In der Praxis wird der natürliche Atem zuerst beobachtet, dann geführt: Einatmung, Ausatmung und die Pausen dazwischen (Kumbhaka) bekommen Raum und Rhythmus. So beruhigt sich der Geist, die Aufmerksamkeit sammelt sich, und die Lebensenergie (Prana) wird aufgenommen, gesammelt und gelenkt.
Pranayama ist ein Kernstück des Hatha Yoga: Es verbindet die Körperhaltungen (Asanas) mit Sammlung und Meditation. Die Bandhas begleiten viele Übungen, damit das Gesammelte gehalten wird.
Die Quelle
In Patañjalis Yogasūtra ist Pranayama das vierte der acht Glieder des Yoga: das Verfeinern von Ein- und Ausatmung, sobald der Sitz ruhig geworden ist. Die Quellentexte des Hatha Yoga, allen voran die Hatha Yoga Pradipika (Svatmarama, ca. 15. Jahrhundert), entfalten daraus einen reichen Übungsweg mit Wechselatmung, Atempausen und den Bandhas als Begleitern. Ihre Grundüberzeugung: Wird der Atem ruhig, wird auch der Geist still.
Yogasūtra II.49 · Hatha Yoga Pradipika · ca. 15. Jahrhundert
Aus der VYC Sahitya App
Diese vier geführten Atemübungen begleiten dich in unserer App; in unseren Kursen üben wir sie gemeinsam.
Die Wechselatmung
Ein- und Ausatmung wechseln zwischen den Nasenseiten. Das gleicht aus und bringt beide Seiten ins Gleichgewicht.
Der gleichmäßige Atem
Vier gleich lange Phasen: einatmen, halten, ausatmen, halten (Samavṛtti). Ein ruhiger Takt, der Klarheit schenkt.
Der leuchtende Schädel
Kurze, kraftvolle Ausatmungen aus der Bauchdecke, die Einatmung geschieht von selbst. Das weckt und belebt.
Der beruhigende Rhythmus
Vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden ausatmen, über einige Minuten getragen. Lässt den Tag ausklingen.
Alle vier Übungen findest du geführt in der VYC Sahitya App, mit Anleitung, Rhythmus und Erinnerungen.
In der Praxis
Pranayama beginnt nicht mit Technik, sondern mit Zuhören. So näherst du dich Schritt für Schritt:
In unseren Kursen begleiten wir dich Schritt für Schritt, vom ruhigen Beobachten bis zu Wechselatmung und Atempausen.